Angst vor dem Zahnarzt: So wird der Besuch für Ihr Kind entspannter
Viele Kinder sind vor dem Zahnarzt aufgeregt, manche haben richtig Angst. Das ist normal. Mit Geduld, den richtigen Worten und einem kindgerechten Vorgehen lässt sich die Anspannung meist deutlich verringern.

Woher die Angst kommt
Unbekannte Geräusche und Gerüche, helles Licht von oben, fremde Menschen, die in den Mund schauen: Für ein Kind ist das eine Menge auf einmal. Oft übertragen sich auch Ängste von Erwachsenen, denn Kinder hören genau zu, wenn über unangenehme Zahnarzttermine gesprochen wird. Manchmal steckt eine frühere schlechte Erfahrung dahinter, etwa eine Behandlung mit Schmerzen.
Die gute Nachricht: Kinder, die regelmäßig und ohne Beschwerden zur Kontrolle kommen, erleben den Zahnarzt als normalen, freundlichen Ort. Deshalb ist ein früher erster Zahnarztbesuch die beste Vorbeugung gegen Angst.
Was Eltern tun können
- Neutral ankündigen: kurz und beiläufig, nicht tagelang vorher.
- Die richtigen Worte wählen: lieber „nachschauen“, „zählen“ und „putzen“ als „bohren“, „Spritze“ oder „weh tun“. Auch gut gemeinte Sätze wie „Keine Angst, es tut nicht weh“ lenken die Aufmerksamkeit genau auf diese Wörter.
- Den Zahnarzt nie als Drohung benutzen, etwa mit „Wenn nicht geputzt wird, muss der Zahnarzt bohren“.
- Im Spiel vorbereiten: Zahnarzt spielen mit dem Kuscheltier oder ein Bilderbuch zum Zahnarztbesuch anschauen.
- Selbst gelassen bleiben: Wenn Sie selbst Angst vor dem Zahnarzt haben, kann die entspanntere Bezugsperson Ihr Kind begleiten.
- Richtig loben: Loben Sie nach dem Termin das Mitmachen. Große Belohnungen vorher zu versprechen, signalisiert dagegen, dass etwas Schlimmes bevorsteht.
So gehen wir in der Praxis vor
Wir arbeiten nach der bewährten Tell–Show–Do-Methode: Erst erklären wir (Tell), dann zeigen wir (Show), und erst danach machen wir (Do). Ihr Kind darf den Luftpuster an der Hand spüren, den Spiegel selbst halten und hören, wie der kleine Sauger klingt. Was bekannt ist, macht weniger Angst.
- Kindgerechte Sprache: Wir erklären jeden Schritt in Worten, die Ihr Kind versteht.
- Ablenkung: In unserem Behandlungszimmer für Kinder warten Lego-Modelle in den runden Wandfenstern und ein gut sichtbarer Bildschirm.
- Kleine Schritte: Wir gehen im Tempo Ihres Kindes vor. Wenn nötig, teilen wir eine Behandlung auf mehrere kurze Termine auf.
- Pausen: Ein vereinbartes Handzeichen für „Pause“ gibt Ihrem Kind Kontrolle. Das besprechen wir gern vor der Behandlung.
- Sanfte Betäubung: Ist eine Betäubung nötig, nutzen wir das computergestützte System Calaject, das das Betäubungsmittel langsam und gleichmäßig abgibt. Mehr dazu auf unserer Praxisseite zur computergestützten Injektion.
Wenn es trotz allem nicht geht
Manche Kinder können eine notwendige Behandlung trotz aller Geduld nicht zulassen, etwa sehr kleine Kinder mit mehreren kariösen Zähnen. Für sie ist in unserer Praxis auch eine Behandlung mit Lachgas möglich. Ihr Kind atmet dabei über eine kleine Nasenmaske ein Gemisch aus Sauerstoff und Lachgas ein, wird ruhiger und bleibt die ganze Zeit wach und ansprechbar.
Ob das für Ihr Kind infrage kommt, besprechen wir vorher in Ruhe mit Ihnen. Die Behandlung mit Lachgas ist keine Leistung der gesetzlichen Krankenkasse. Mehr Informationen finden Sie auf unserer Praxisseite Sedierung und Lachgas.
Häufige Fragen zur Angst vor dem Zahnarzt
Soll ich bei der Behandlung dabei sein? +
Mein Kind hatte schon eine schlechte Erfahrung beim Zahnarzt. Was nun? +
Ist Lachgas für Kinder geeignet? +
Was mache ich, wenn mein Kind im Behandlungsstuhl weint? +
Bereit für einen entspannten Zahnarztbesuch?
Vereinbaren Sie jetzt einen Termin bei Ihrem Kinderzahnarzt in Bad Neuenahr-Ahrweiler – wir freuen uns darauf, Ihr Kind kennenzulernen.